BL / 3. Spieltag: Wie viel Artenschutz ist angebracht?

Es ist eine gute und sinnige Idee, dem Torhüter beim Fußball innerhalb eines gewissen Territoriums Schutz zu gewähren. Die Frage, die sich auch am Samstag wieder stellte, ist nur, wie weit diese Zone gehen darf – räumlich wie inhaltlich.

Im Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Frankfurt kam es zu einer strittigen Situation, in der sich der Schiedsrichter Dr. Jochen Drees für den Schutz des Schlussmannes entschied: ‘Fohlen’-Angreifer Mohamadou Idrissou berührte Eintracht-Torwart Oka Nikolov bei Luftduell im Fünfmeterraum, sein Interesse aber galt nur dem Ball, nicht dem Deutsch-Mazedonier.

BL / 2. Spieltag: Bayer bravourös blamiert

Offen wie ein Scheunentor – die treffendste Beschreibung für die Defensivkünste von Bayer Leverkusen am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga. “Wir haben Gladbach zur Party eingeladen, und dafür sind wir bestraft worden”, bilanzierte Bayer-Coach Jupp Heynckes nach der 3:6-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach. Das Resultat klingt wie das Element eines Tennis-Ergebnisses, ist aber wahnsinnige Fußball-Realität. “Wir waren heute alle schlecht. Aber so werden wir in der gesamten Saison mit Sicherheit nicht noch einmal auftreten”, sagte Nationaltorhüter René Adler.

Des einen Leid, des anderen Freud’: “Bei uns hat heute alles gepasst”, sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck, “ein außergewöhnlicher Tag für uns.” Mit zwei Treffern vor der Pause ragte insbesondere Youngster Patrick Herrmann heraus (20. & 44. Minute). Die weiteren ‘Fohlen’-Treffer erzielten Roel Brouwers (40.), Juan Arango (56.), Mohamadou Idrissou (60.) sowie Marco Reus (69.). “Wir haben das gebracht, was bei uns möglich ist”, resümierte Frontzeck. Und das war am zweiten Spieltag nicht wenig. Zumindest hat Mönchengladbach Bayer Leverkusen damit bravourös blamiert.

Gewinner des 28. Spieltags: Flum schlägt Egozocker

Wenn man groß rauskommen will – auch und vor allem im Fußballsport – muss man sich inszenieren, am besten mit Leistung. Ein gewisser Arjen Robben bekam das beim FC Bayern München zuletzt ganz gut hin. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart blieb der Niederländer zunächst 45 Minuten auf der Bank, auf dem Feld dann ziemlich blass. Ins Rampenlicht kam er dank seiner Wadenverletzung, die ihn in den Schlussminuten über den Platz humpeln ließ, weil Trainer Louis van Gaal schon dreimal gewechselt hatte.