Offen wie ein Scheunentor – die treffendste Beschreibung für die Defensivkünste von Bayer Leverkusen am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga. “Wir haben Gladbach zur Party eingeladen, und dafür sind wir bestraft worden”, bilanzierte Bayer-Coach Jupp Heynckes nach der 3:6-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach. Das Resultat klingt wie das Element eines Tennis-Ergebnisses, ist aber wahnsinnige Fußball-Realität. “Wir waren heute alle schlecht. Aber so werden wir in der gesamten Saison mit Sicherheit nicht noch einmal auftreten”, sagte Nationaltorhüter René Adler.
Des einen Leid, des anderen Freud’: “Bei uns hat heute alles gepasst”, sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck, “ein außergewöhnlicher Tag für uns.” Mit zwei Treffern vor der Pause ragte insbesondere Youngster Patrick Herrmann heraus (20. & 44. Minute). Die weiteren ‘Fohlen’-Treffer erzielten Roel Brouwers (40.), Juan Arango (56.), Mohamadou Idrissou (60.) sowie Marco Reus (69.). “Wir haben das gebracht, was bei uns möglich ist”, resümierte Frontzeck. Und das war am zweiten Spieltag nicht wenig. Zumindest hat Mönchengladbach Bayer Leverkusen damit bravourös blamiert.