BL / Schiedsrichter: 1899-Manager Tanner: “Rafati wieder integrieren”

Die Schiedsrichter kommen in der laufenden Spielzeit nicht aus den Schlagzeilen: Ihre Leistungen – aber das ist jede Saison so – werden eifrig diskutiert, obwohl sie höchste Anerkennung für ihre vielen korrekten Entscheidungen verdienen. Mit den Spekulationen um mögliche Steuerhinterziehungen tut sich die Zunft keinen Gefallen – von der Posse um Manfred Amerell und Michael Kempter ganz zu schweigen.

BL / Hamburg: Vollprofi mit Profil – Titelsammler Fink kommt als 1A-Lösung

Erst lief die Zeit über Wochen gegen den Hamburger SV – jetzt können sie beim Bundesliga-Dino kaum erwarten, dass sie vergeht. Die verzweifelt anmutende Trainersuche ist beendet und mündete am Donnerstag in einem Transfer-Coup. Für die geschätzte Ablöse in Höhe von rund einer Million Euro kommt Thorsten Fink vom FC Basel an die Elbe. Das Schnäppchen ist mit vielen Vorschusslorbeeren ausgestattet, HSV-Manager Frank Arnesen schwört große Stücke auf den 43-Jährigen.

BL / 6. Spieltag: Huub oder Horst für Michael?

Gestern also hat der Hamburger SV die Geduld verloren und seinen Coach Michael Oenning freigestellt. Meist sind Trennungen dieser Art eine Frage des Zeitpunktest. Die Vergangenheit lehrt: Sobald mehr über die Ablösung und Kandidaten auf die Nachfolge spekuliert wird denn über Spiel und Taktik der Truppe, ist die Entscheidung abzusehen.

Wenige Beispiele sind bekannt, welche eine Trendwende stemmten: Mirko Slomka in der Vorsaison bei Hannover 96 und Thomas Schaaf von Werder Bremen sind die bekanntesten der überschaubaren Zahl an Gegenbeispielen. Bemüht wird dann immer die Floskel der “Mechanismen des Geschäfts”, aber eben diese sind es und eben jene greifen zuverlässig.

Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass Huub Stevens an die Elbe zurückkehrt, um den HSV wieder auf Kurs zu bringen – letzteres ist gegenwärtig natürlich nicht mehr als ein Wunsch. Ich halte Horst Hrubesch für eine wahrscheinliche Lösung. Der frühere Spieler der Hanseaten kennt den Club, das Umfeld, die Medien und hat mit den Erfolgen der Nachwuchsteams des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) seine Qualitäten als Coach bewiesen: 2008 führte er die U19 zum Gewinn der Europameisterschaft, ein Jahr später sicherte er der U21 den EM-Titel.

Infos, die die Welt nicht braucht …

Es ist doch schon irgendwie seltsam, dass sich Philipp Lahm berufen fühlt, mit einer Autobiografie um die Ecke zu kommen. Im zarten Alter von 27 Jahren berichtet der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft also, wie er das bisher alles so erlebt hat in seinem Leben. Doch der Profi zählt schon fast zum alten Eisen. Turnfloh Fabian Hambüchen sah bereits im zarten Alter von 22 Jahren genug Stoff für ein Buch zu seiner Person – die Biografie erschien 2010.

BL-Vorbereitung: “Keine Muttermilch mit 13″

“Mit 13 gibt es keine Muttermilch mehr”, kommentierte ZDF-Mann Béla Réthy am Mittwochabend die Fußball-Vision des FC Barcelona. Es war nicht die Erkenntnis des Tages, doch aber ein Satz mit Gehalt. 2:0 führte der Champions-League-Sieger gegen den Gastgeber Bayern München beim Vorbereitungsturnier, an dem auch Porto Alegre und der AC Mailand teilnahmen.

In Ehrfurcht vor dem Können der Spanier fällt eine Bewertung der bayerischen Klasse zum aktuellen Stand der Vorbereitung schwer. Übermächtig scheinen die Iberer. Können die Münchner zumindest national dem Titelträger Borussia Dortmund den Rang ablaufen? Die Ansätze sind vielversprechend. “Wir müssen uns weiter verbessern”, mahnt Kapitän Bastian Schweinsteiger.

Historisches / 19. Mai 2001: Meister der Herzen

Auf den Tag genau vor zehn Jahren feierte der FC Schalke 04 die lang ersehnte Meisterschaft. Die Freude währte kurz, immerhin aber vier Minuten. Als “Meister der Herzen” gingen die Königsblauen in die Annalen ein. Manager Rudi Assauer und Coach Huub Stevens konnten die Tränen nicht zurückhalten. S04 war einer Fehlinformation des Premiere-Field-Reporters Rolf Fuhrmann aufgesessen, der fälschlicherweise das Ende der Begegnung des konkurrierenden Rekordmeisters Bayern München beim Hamburger SV verkündet hatte. Seither trägt der immer noch aktive Fuhrmann den Beinamen “Meistermacher”.